Sonntag, 23. dezember 2007
Was sich der Grossteil der "Vereinigten Bundesversammlung" der Schweiz am 12. Dezember 2007 geleistet hat steht unter keinem guten Stern, denn - trotz aller
persönlicher Vorbehalte bezüglich Stilfragen und ähnlicher irrelevanter Nebenplätzen der politischen Kontrahenten des Justizministers Christoph Blocher - es wurde zweifellos das kompetenteste
Regierungsmitglied der Schweiz abgewählt. Ein ausländischer Freund, der als einer der führenden internationalen Berater für Firmenoptimierungen gilt, hat den Nagel auf den Kopf getroffen als er
mir sagte, "man könne im Ausland einfach nicht verstehen, wie es möglich sei, dass ein bestehendes Regierungsmitglied dessen Partei Wahlgewinner wurde, abgewählt werden könne." Weiter meinte er,
"ein Land wie die Schweiz müsse in Luxus schwimmen, wenn das erfolgreichste Regierungsmitglied ohne nachhaltige Folgen aus der Regierung entfernt werden könne." Ich nenne es beim Namen, man hat
kopflos gehandelt, er war die Rache der Verlierer.
Für mich ist klar, dass die SVP durch die Abwahl Blochers geschwächt werden sollte. Die anderen Parteien hatten keine andere Möglichkeit der SVP eine Niederlage beizubringen, als dafür die für
solche Ränkespiele besonders gut geeignete Bundesratswahl zu missbrauchen. Die eigentliche Verliererin ist die Demokratie - aber für die Strategie der erfolgreichen Intrigen und hinterhältigen
Absprachen gebührt ihnen - den auch inskünftigen Verlierern - Anerkennung. Der SVP rate ich zu einer konstruktiveren Imageberatung!!
Gerade so kurz vor den höchsten katholischen Feiertagen hätte ich, gerade von der CVP, etwas mehr politische Ethik erwartet. Ich habe Achtung vor Leuten die an Gott glauben, sofern sie auch
entsprechend handeln. Was die CVP mit dem "christlich" im Parteiinamen grossmehrheitlich getan hat am 12. Dezember 2007, vor allem die vielen "frommen" und eifrigen Parteifrauen in dieser Partei,
war das Gegenteil von "christlich" - die Triebfedern der Abwahl waren Missgunst, Neid und gekränkte Eitelkeit. Gott wird es ihnen wie immer vergeben!
von HP Bühler
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